Start der Moin GmbH

Nahverkehr Lüneburg: Lage nach dem Start der MOIN GmbH

Mit dem Jahreswechsel hat eine neue Gesellschaft den Betrieb des Busverkehrs in Stadt und Landkreis Lüneburg übernommen und es hieß "Start der MOIN GmbH". Was hat sich seit dem getan?

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Mit dem Jahreswechsel hat eine neue Gesellschaft den Betrieb des Busverkehrs in Stadt und Landkreis Lüneburg übernommen und es hieß „Start der MOIN GmbH“. Das Unternehmen gehört zu 100 Prozent dem Landkreis Lüneburg und ist damit vollständig in öffentlicher Hand. Ziel ist ein moderner, verlässlicher und zukunftsfähiger Nahverkehr.

Worum geht es beim Wechsel im Nahverkehr?

Mit dem Jahreswechsel hat eine neue Gesellschaft den Betrieb des Busverkehrs in Stadt und Landkreis Lüneburg übernommen: die MOIN GmbH. Das Unternehmen gehört zu 100 Prozent dem Landkreis Lüneburg und ist damit vollständig in öffentlicher Hand. Ziel ist ein moderner, verlässlicher und zukunftsfähiger Nahverkehr.

Wer betreibt den Busverkehr jetzt?

Die MOIN GmbH setzt auf eigene Fahrzeuge, darunter auch neu beschaffte Elektrobusse. Ergänzend kommen im Stadtgebiet Busse von zwei Subunternehmen zum Einsatz. Damit ist der Betrieb breiter aufgestellt als zuvor, was grundsätzlich mehr Flexibilität ermöglichen soll.

Was hat sich für Fahrgäste verbessert?

Eine der wichtigsten positiven Änderungen:

Werktags wird nun auf vielen Strecken ein 20-Minuten-Takt gefahren. Zuvor lag dieser bei 30 Minuten. Gerade für Berufspendlerinnen und Pendler sowie für Schülerinnen und Schüler ist das eine deutliche Verbesserung und macht den Busverkehr attraktiver.

Was bedeutet der Wegfall der Gelenkbusse für Häcklingen?

Auf der Strecke nach Häcklingen werden aktuell keine Gelenkbusse mehr eingesetzt. Das hat direkte Auswirkungen auf die Linienführung:

Die Linie 5009 fährt im Bereich Rotes Feld nun durch die Barkhausenstraße statt wie bisher durch die Uelzener Straße. Dadurch werden das Salü/Kurzentrum und die Hauptpost nicht mehr direkt angefahren.

In der Praxis führt dies insbesondere zu Stoßzeiten zu überfüllten Bussen. Hier besteht aus Sicht vieler Fahrgäste dringender Handlungsbedarf. Eine Nachbesserung ist angekündigt und wird hoffentlich noch im ersten Halbjahr umgesetzt.

Wie funktioniert der Nahverkehr außerhalb der regulären Zeiten?

Die bisherigen Anruf-Sammel-Mobile (ASM) wurden eingestellt. Stattdessen setzt die MOIN auf einen digitalen On-Demand-Service:

Über die App „HVV HOPP“ kann außerhalb der Busverkehrszeiten ein Taxi gebucht werden. Nach ersten Rückmeldungen läuft dieses Angebot insgesamt recht zuverlässig und wird gut angenommen.

Welche technischen Probleme treten aktuell im Busbetrieb auf?

Auf der Linie 5009 werden weiterhin Busse eingesetzt, bei denen weder die Liniennummer noch das Fahrtziel im Front- oder Seiten-Display angezeigt werden. Stattdessen hängt beim Einstieg ein kleiner Zettel mit der Liniennummer in der unteren Hälfte der Frontscheibe. Für Ortsfremde, Gelegenheitsfahrende und Menschen mit Sehbeeinträchtigungen ist das besonders unübersichtlich.

Warum sind Verspätungen in der HVV-App nicht sichtbar?

Trotz der Umstellung auf die MOIN GmbH werden aktuelle Verspätungen bislang nicht in der HVV-App angezeigt. Fahrgäste können sich daher nicht zuverlässig über Abweichungen vom Fahrplan informieren. Übergangsweise nutzt die MOIN einen WhatsApp-Kanal, der über die Website www.moin-lg.de erreichbar ist. Diese Lösung ist jedoch eher ein Provisorium und ersetzt keine funktionierende Echtzeit-Information in der App.

Wie wirkt sich der Wegfall der Barzahlung auf Fahrgäste aus?

Eine Barzahlung von Fahrscheinen im Bus ist nicht mehr möglich. Stattdessen müssen Fahrgäste eine HVV-Prepaid-Karte nutzen, die vorab mit Guthaben aufgeladen wird. Diese Karte ist unter anderem in der Mobilitätszentrale am Bahnhof erhältlich. Für spontane Fahrten, Gelegenheitsnutzende oder Menschen ohne Zugang zu entsprechenden Verkaufsstellen stellt dies eine deutliche Hürde dar.

Wann wird das bargeldlose Bezahlen per Karte möglich sein?

Ob und wann Fahrgäste direkt im Bus per EC-, Debit- oder Kreditkarte bezahlen können, ist derzeit offen. Nach aktuellem Stand gibt es noch Abstimmungsprobleme zwischen der MOIN GmbH und dem HVV. Eine konkrete Zeitangabe für die Einführung dieser Bezahlmöglichkeiten liegt bislang nicht vor.

Wie ist der Umgang mit diesen Startschwierigkeiten zu bewerten?

Viele der genannten Probleme sind typische Begleiterscheinungen eines Betreiberwechsels dieser Größenordnung. Entscheidend wird sein, wie schnell und transparent die MOIN GmbH gemeinsam mit dem HVV nachbessert. Gerade für den Alltag in Häcklingen ist es wichtig, dass Information, Kapazitäten und Bezahlmöglichkeiten zügig verbessert werden.

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